eRezept: KVWL stoppt eRezept-Rollout

eRezept: Die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) sieht sich gezwungen, das E-Rezept-Rollout auszusetzen.

Dem vorausgegangen ist die Entscheidung des Bundesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (BfDI), bei der Übertragung des E-Rezeptes den Einsatz der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) abzulehnen.

Die Konsequenz: Die KVWL muss vorerst den weiteren Rollout-Prozess stoppen. Seit dem 1. September 2022 beteiligen sich in Westfalen-Lippe rund 250 Praxen am E-Rezept-Rollout, prüfen die Funktionen auf Herz und Nieren. In weiteren Stufen sollte der Teilnehmerkreis eigentlich weiter ausgebaut werden, das wird jedoch vorerst nicht passieren: Die KVWL stoppt bis auf Weiteres die Akquise.

„Die vom Bundesdatenschützer erteilte Ablehnung des eGK-Wegs bedeutet eine eklatante zusätzliche Verzögerung bis Mitte 2023. Denn jetzt sind zusätzliche technische Anpassungen in den Apotheken-Verwaltungssystemen und in den Konnektoren für die Anbindung an die Telematikinfrastruktur erforderlich“, sagt KVWL-Vorstand Thomas Müller.

 

Quelle: KVWL: E-Rezept-Rollout ausgesetzt (stadt-bremerhaven.de)