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Praxissoftware

KI-Entscheidungsunterstützung kommt in die Praxisprogramme

medatixx und die HuCa GmbH haben eine Partnerschaft bekannt gegeben: Praedigo wird über den medatixx-HealthHub Clinical Intelligence angebunden.

17. September 2026

Was wir in unserem Beitrag zum Praxistag noch als „weiter voraus“ beschrieben haben, bekommt einen Termin: medatixx hat am 17. September 2026 die Partnerschaft mit der HuCa GmbH bekannt gegeben. Deren System Praedigo unterstützt Ärzte beim Screening potenziell relevanter Begleit- und Folgeerkrankungen von Diabetes – künftig direkt aus dem Praxisprogramm heraus.

Worum es geht

Praedigo wertet die in der Praxissoftware dokumentierten, relevanten medizinischen Informationen aus und sucht nach Risikomustern einer Erkrankung, bevor sie sich manifestiert. Im Fokus stehen Diabetes-Komorbiditäten: chronische Nierenerkrankung, koronare Herzkrankheit, Hypertonie und Polyneuropathie. Die Ergebnisse erscheinen als Ampel- und Scoring-Modell – rot für ein hohes, gelb für ein mittleres, grün für ein geringes Risiko. Ergänzend bewertet die Lösung vorhandene Labor- und Messdaten anhand bestehender medizinischer Leitlinien.

Das System ist über Jahre entwickelt und als Medizinprodukt der Klasse IIa für den europäischen Markt zertifiziert worden. Die Verantwortung für Diagnose und Therapie bleibt nach Angaben der Anbieter jederzeit vollständig beim Behandler.

Die Anbindung: medatixx-HealthHub Clinical Intelligence

Angebunden wird Praedigo über den „medatixx-HealthHub Clinical Intelligence“, die neue Schnittstelle für klinische Entscheidungsunterstützungssysteme und medizinische Recherche-Tools. Die Nutzung erfolgt integriert im Praxisworkflow, ohne Medienbruch. Über dieselbe Schnittstelle sollen künftig weitere Lösungen aus diesen beiden Bereichen hinzukommen.

Pressemitteilung im Originalmedatixx GmbH & Co. KG, 17.09.2026 · PDF, 3 Seiten Herunterladen

Was das für Ihre Praxis bedeutet

Eine Schnittstelle allein verändert noch keinen Arbeitsablauf. Entscheidend ist, ob die Hinweise an der Stelle erscheinen, an der ohnehin dokumentiert wird, ob das Team weiß, wie damit umzugehen ist, und ob die Freigabeschritte geklärt sind. Genau darüber sprechen wir mit Ihnen, bevor etwas eingerichtet wird – und wir sagen Ihnen auch, wenn eine Lösung für Ihr Fach und Ihre Praxisgröße derzeit keinen Mehrwert bringt.

Was klinische Entscheidungsunterstützung leistet, wo ihre Grenzen liegen und welche Anbieter über den HealthHub angebunden werden, haben wir auf einer eigenen Seite beschrieben: Klinische Entscheidungsunterstützung. Den Überblick über die übrigen Bausteine finden Sie unter Digitale Prozesse.

Weiterführende Quellen

Sie möchten wissen, ob das in Ihrer Praxis etwas bringt?